Interessante Aussicht: Der maschinelle Lektor naht
Nun macht der Maschinenpark auch vor dem Lektorat nicht halt :-)
In "Maschineller Lektor" beschreibt die technische Redakteurin Claudia Fottner-Top auf der Website des Fachverbands für Technische Kommunikation (schon 2002) ein "maschinelles System zur Sicherung der sprachlichen Qualität".
Das System MULTILINT („Multilinguale Intelligenz für die technische Dokumentation”) verspricht zu helfen "im Hinblick auf sprachliche Fehlerfreiheit, Lesbarkeit, Verständlichkeit und terminologische Konsistenz". Und - klar - es kann übersetzen.
Hm. Über die Bezeichnung "multilinguale Intelligenz" würde sich das maschinelle System sicher sehr freuen, wenn es doch nur ein Fünkchen emotionaler Intelligenz hätte ...
Zu KI und AI (Künstliche Intelligenz/Artificial Intelligence) gesellt sich nun also auch eine MI. Aber, um es - etwas abgewandelt - mit Marcel Reich-Ranicki zu sagen: Sind es überhaupt Intelligenzen? Ich meine nein.
Auf jeden Fall werden diese Intelligenzen menschliche Lektoren und Lektorinnen natürlich nie ersetzen können, ;-) solange es Menschen gibt, die den Blick fürs Menschliche schätzen.
Denn wie sagte schon der großartige Joseph Weizenbaum, der die Entwicklung der Informationstechnologie und deren Rezeption in der Gesellschaft stets kritisch begleitete und den wesentlichen Unterschied von Mensch und Maschine immer betonte:
"Die Gefahr der künstlichen Intelligenz liegt nicht darin, dass Maschinen mehr und mehr wie Menschen denken, sondern dass Menschen mehr und mehr wie Maschinen denken."
Joseph Weizenbaum, Denken ohne Seele

Berlin, 18. März 2008 (c) Marion Y. Engmann
(Klick hier: Kleine Diashow "Vom Hbf bis Ku'damm" (18 Bilder)
In "Maschineller Lektor" beschreibt die technische Redakteurin Claudia Fottner-Top auf der Website des Fachverbands für Technische Kommunikation (schon 2002) ein "maschinelles System zur Sicherung der sprachlichen Qualität".
Das System MULTILINT („Multilinguale Intelligenz für die technische Dokumentation”) verspricht zu helfen "im Hinblick auf sprachliche Fehlerfreiheit, Lesbarkeit, Verständlichkeit und terminologische Konsistenz". Und - klar - es kann übersetzen.
Hm. Über die Bezeichnung "multilinguale Intelligenz" würde sich das maschinelle System sicher sehr freuen, wenn es doch nur ein Fünkchen emotionaler Intelligenz hätte ...
Zu KI und AI (Künstliche Intelligenz/Artificial Intelligence) gesellt sich nun also auch eine MI. Aber, um es - etwas abgewandelt - mit Marcel Reich-Ranicki zu sagen: Sind es überhaupt Intelligenzen? Ich meine nein.
Auf jeden Fall werden diese Intelligenzen menschliche Lektoren und Lektorinnen natürlich nie ersetzen können, ;-) solange es Menschen gibt, die den Blick fürs Menschliche schätzen.
Denn wie sagte schon der großartige Joseph Weizenbaum, der die Entwicklung der Informationstechnologie und deren Rezeption in der Gesellschaft stets kritisch begleitete und den wesentlichen Unterschied von Mensch und Maschine immer betonte:
"Die Gefahr der künstlichen Intelligenz liegt nicht darin, dass Maschinen mehr und mehr wie Menschen denken, sondern dass Menschen mehr und mehr wie Maschinen denken."
Joseph Weizenbaum, Denken ohne Seele

Berlin, 18. März 2008 (c) Marion Y. Engmann
(Klick hier: Kleine Diashow "Vom Hbf bis Ku'damm" (18 Bilder)
NetLektorin - Mo, 7. Jul, 18:22
1 Kommentar - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
tourniquet - Mi, 9. Jul, 20:56
Mögen wir, die den "Blick fürs Menschliche" zu schätzen wissen, niemals in Unterzahl geraten.
Eine (bald) staatlich geprüfte Übersetzerin
Eine (bald) staatlich geprüfte Übersetzerin




















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