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Dienstag, 18. Juli 2006

Im SPIEGEL: "Ich im Internet - Wie sich die Menschheit online entblößt" - und dazu schon die Kommentare auf flickr

Der neuste Versuch, die Entwicklung im Netz gelungen zu beschreiben, zu erklären und zu kommentieren: im SPIEGEL, Heft 29/2006 von gestern.

Mit einem interessanten Interview über das Phänomen der "alltäglichen Selbstentblößung im Netz" mit dem Kommunikationswissenschaftler (TU Berlin) Norbert Bolz, der sagt, dass ihm "noch keine Strukturbeschreibung eingefallen" ist für das Web - das sog. Web 2.0 (Wikipedia-Link).

Außerdem werden mit (meist bekannten) Ergebnissen vorgestellt: youtube, flickr, myspace, podshow, wikipedia u.a. Bei flickr hat es heute ein User bereits dokumentiert und man tauscht sich gerade per Kommentaren schon mit Island, mit der interviewten Rebekka nämlich, darüber aus :-) (hier mitreden).

Die Live-Begegnung von flickr und SPIEGEL sozusagen, die online-Begegnung mit der im Print-SPIEGEL beleuchteten Netzwelt, in/mit der wir alle schon leben und dessen Bedeutung und Auswirkungen sich erst allmählich erschließen.

Spannend ... und mir immer noch viel zu wenig an Berichten in den Medien über das Leben im Netz.

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http://netlektorin.twoday.net/stories/2376226/modTrackback

Mainbube (Gast) - Do, 27. Jul, 06:47

Langweilig

Der Spiegelartikel ist mir während des Urlaubs in die Hände gefallen und ich habe ihn dann in aller Ruhe auf dem Rückflug lesen können. Ich fand ihn eher langweilig, dies liegt aber glaube ich daran, dass ich als Teil der dort vorgestellten sich entblößenden Gemeinschaft, keine Neuigkeiten mehr erfahren habe. Es wurden altbekannte Dienste vorgestellt und dann auch noch hauptsächlich die großen amerikanischen Anbieter. Ich fand der Spiegel hat es sich da etwas einfach gemacht.

Wer sich als Alltagsnutzer gerade mal an Web 1.0 gewöhnt hat, der ist sicherlich bei diesem Artikel noch einmal ins Staunen versetzt worden und wird sich gefragt haben ob er das dann demnächst auch mitmachen muss.

netlektorin (Gast) - Fr, 28. Jul, 02:14

ganz genau

Hallo Mainbube (netter Name),

das ist es ja eben, dass die Medienberichte übers Netz i.d.R. für die, deren Alltag das Netzleben ist, gar nichts hergeben, nicht mal einen Zusammenhang erhellen oder so. Eher hohl und unvollständig sind. Aber schildern, was wir erleben, wie wir darin leben, wie wir die Gemeinschaften empfinden, denen wir hier angehören ... das ist ja eben so kompliziert. Weil es so fundamental anders ist und denen, die es nicht kennen, eigentlich nicht erklärbar. Habe es schon öfters versucht.

Ich denke dann immer, dass einfach noch die Sprache dafür fehlt. Aber vermutlich ist es was anderes. Es sind ja vollkommen neue Erfahrungen, die sich gar nicht vermitteln lassen, weil sie mit Bekanntem gar nicht vergleichbar sind. Oder was ist es?
Mainbube (Gast) - Mi, 2. Aug, 14:53

Die eigene Erfahrung fehlt

Hallo,

ich glaube nicht das es an der Sprache liegt. Die Dinge die dort vor sich gehen zu beschreiben klappt meistens ganz, aber was sich damit gefühlsmäßig verbindet kann nur verstehen wer die Dinge schon selber ausprobiert hat.

Wenn ich flickr erkläre versteht das jeder, ist eben ein großes Photoalbum im Netz. Was aber das tolle an den Kommentaren, den Gruppen und den Diskussionen ist, das verstehen meist nur diejenigen die es schon einmal gemach haben.

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