Montag, 19. November 2007

Das war himmlisch! Die h-Moll-Messe in Kiel mit dem Sankt-Nikolai-Chor

Am gestrigen Sonntag bot die Aufführung des Sankt-Nikolai-Chors mit dem Norddeutschen Barockorchester unter Rainer-Michael Munz einmal mehr ein Highlight der Kieler Musikszene. In der vollbesetzten Nikolaikirche war an diesem Spätnachmittag perfekte Musik zu hören.

H-Moll-Messe

Bestimmt hätte Bach selbst es auch genossen, sein Werk in so vollkommener Weise tatsächlich zu hören, die seiner akustischen Vision nahekam, die er davon im Kopf hatte. So jedenfalls stelle ich mir Herrn Bach vor, als Genussmensch akustischer Reinheit und Perfektion. Die auf wundersame Weise ja immer auch Geist und Seele erfüllen.

Mittwoch, 7. November 2007

"Wie werde ich Lektor?" - Antworten von Birgit Schmitz, Lektorin bei Kiepenheuer & Witsch

Jetzt erst gefunden: In einem Interview von März 2006 sind mal wieder gute Antworten auf die Frage nachzulesen "Wie wird man Lektor?" (von Lars Weisbrod auf jetzt.de, Süddeutsche Zeitung).

Da auch ich häufig von Hochschulabsolventen danach gefragt werde und nicht immer Zeit finde, darauf erschöpfend zu antworten, freue ich mich natürlich über Veröffentlichungen zum Thema, auf die ich verweisen kann - solange ich selbst noch nichts dazu verfasst habe ... ;-)

Besonders gefällt mir Birgit Schmitz' Antwort: "Wichtig ist ein Verständnis für die Welt." Wie schön gesagt! Denn zur guten Allgemeinbildung und einem großem Interesse, an allem, was die (literarische) Welt zu bieten hat, muss natürlich auch das Verständnis dafür kommen.

Eine witzige Idee im Interview finde ich auch die Frage: "Wann sollte ich auf keinen Fall Lektor werden?"

Montag, 30. Juli 2007

Ingmar Bergman wurde 89 Jahre alt 14.7.18-30.7.07

Der große Ingmar Bergman ist gestorben.

Hier einige Links zu ausführlichen Nachrichten
Stern
Tagesspiegel

Die NZZ über das Bergman-Archiv im Netz "Ingmar Bergman - Face to Face"

Der Bayerische Rundfunk sendet heute um 23.30 h den Dokumentarfilm "Die Frauen in Ingmar Bergmans Filmen".

Bergman, ein Gigant des Kinos. Ein Kino- und Theatermann durch und durch. Vermutlich hat er ganze Generationen geprägt, mit seiner kreativen Bildsprache, seinen - irgendwie schlicht - in Bildern erzählten Geschichten, ihrer poetischen Kraft. Er ging unbeirrbar seinen Weg, ein kraftvoller Gestalter, der die Menschen liebte - davon bin ich überzeugt - und ihnen guttat mit seiner Kunst.

Wie man seine Chancen erhöht beim Einsenden des Manuskripts an den Verlag - Andreas Paschedag, Lektor im Aufbau Verlag, im Interview

Auf kultur.ARD.de berichtet der Lektor Andreas Paschedag, Aufbau Verlag, aus seinem Arbeitsalltag. Zum Beispiel welche Fehler angehende SchriftstellerInnen beim Einsenden des Manuskripts vermeiden können und was sonst noch wichtig ist für den ersten Eindruck, wenn die Briefsendung mit dem Manuskript ihr Ziel, den Schreibtisch im Verlag, erreicht.

Sonntag, 10. Juni 2007

Die Lektoren Wolfgang Matz (Hanser) und Hans-Jürgen Balmes (S. Fischer) in Taz-Interviews

Über die Zusammenarbeit von Autor und Lektor - "Der Lektor ist im Hintergrund, und da gehört er hin" (Matz) -, wie man sich die Auswahl der wenigen Texte aus den 3000 Manuskripten pro Jahr, die im Verlag eingehen, vorstellen kann und über die Qualität von Literatur und Literaturkritik spricht Monika Goetsch mit Wolfgang Matz, einem Lektor des literarischen Hanser Verlags - in der taz vom 5.4.2007.

Dienstag, 13. Februar 2007

Gero von Randow auf ZEIT-online zum "Leben im Netz"

Endlich einer, der vom "Reichtum des Mediums" spricht, wenn er das Internet als Quelle von Informationen und Angeboten beschreibt.

Das Surfen im Netz bezeichnet er als "eine Kulturtechnik" und das sog. virtuelle Leben im Internet als "nicht weniger wirklich" als die Stimme aus dem Telefon (die kein Mensch mehr als virtuell empfindet). Wie sich neue soziale Beziehungsformen durch das Netz entwickelt haben, sich vom Regionalen zum Globalen erweitern, wie durch die "interaktiven Möglichkeiten" (Web 2.0) Willensbildung stattfindet - all das bringt er im Vergleich mit der Antike auf den Punkt: "Etwas Elementares hat seine zeitgenössische Form gefunden."

Er zeigt auf, wie sich unser Leben (bereits) verändert hat durch das neue Medium: Gero von Randow in seinem Zeit-Artikel vom 18. Januar 2007.

Sonntag, 17. Dezember 2006

Mit Pauken und Trompeten: das W.O. (Weihnachtsoratorium)

Und gleich noch ein großes Konzert, das wir mit unserem Chor gegeben haben: das Weihnachtsoratorium von J.S. Bach, die Kantaten 1, 2, 3 und 6 - mit historischen instrumenten.

Zusammen mit dem Hamburger Barockorchester und den fantastischen Trompeten von Hannes Rux, Almut Rux und Isa Mohr. - Und Christian Strehk hat malerische Worte der Beschreibung dafür gefunden in den Kieler Nachrichten vom 19.12.06.

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Nach dem Konzert in der Nikolaikirche zu Kiel - (c) M.Y.E.

Dienstag, 28. November 2006

"Ein hochinspirierter Musikabend" (Kieler Nachrichten) - Arvo Pärt "Te Deum" und W.A. Mozart "Requiem" mit dem SanktNikolaiChor Kiel unter Rainer-Michael Munz

Wie hätte wohl Mozart das Te Deum von Arvo Pärt gefallen?

Diese hochkonzentrierten Klänge aus Stimmen und Instrumenten, der Ton des Ison (Windharfe aus Byzanz, elektronisch nachgebildet), der unter allem liegt - und diese unglaubliche Stille in den Generalpausen ... diese hellwache, spürbar gebannte Aufmerksamkeit in der bis hinauf auf die Orgelempore vollbesetzten Nikolaikirche.

Dieses Konzert, Pärt und Mozart, es zu gestalten mit einem so feinen, herrlichen Orchester, mit so großartigen Solisten (Sonja Wolfram, Sopran, und Matthias Klein, Bass, u.a.) war auch für uns Chorsängerinnen und -sänger wieder ein herausragendes Erlebnis - das wir nicht zuletzt unserem Kantor KMD Prof. Rainer-Michael Munz verdanken. Danke, Rainer!

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Einer der beiden riesigen Kronleuchter in der Kieler Nikolaikirche (c) M.Y.E.

Kann man über Musik schreiben? Einen Eindruck des Gehörten vermitteln? - Oliver Stenzel über das Konzert am Sonntag heute in den Kieler Nachrichten.

Mittwoch, 18. Oktober 2006

Kleine Reise ...

... nach Madrid gefällig? - Viel Spaß! :-) (flickr-Diashow)

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