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Montag, 24. August 2009

Als Lektorin Geburtshilfe leisten ...

... das kommt auch schon mal vor. :-)

Wir freien Lektorinnen und Lektoren stehen ja nicht selten auch als "Berater der ersten Stunde" zur Seite, sichten, was uns unterbreitet wird, wählen aus und schauen, was wir uns an Möglichkeiten für den jeweiligen Stoff vorstellen können.

Schätze heben - Lektorat Spiegel

Foto: (c) Marion Y. Engmann

Wir sprechen unsere Visionen aus, was wir glauben, was aus einem Text werden kann - auch um den Autor, die Autorin zu motivieren, daran weiterzuarbeiten und das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.

"Den Weg ins Leben" für ein Werk schon vor sich zu sehen, weil man ihm viele Leserinnen und Leser wünscht und es für eine wertvolle Bereicherung hält, gehört zu den schönsten Momenten in meinem Berufsleben als freie Lektorin. Schöner ist dann nur noch, es druckfrisch in Händen zu halten. :-)

Dass die Entscheidung für diesen oder jenen Text immer nur ein sehr persönliches Urteil ist, zeigt diese wunderbare Zusammenstellung (engl.) der 30 Verlagsabsagen an heute berühmte AutorInnen:

1. Seite (No. 1-10) mit Stephen King,
2. Seite (No. 11-20), u.a. Rudyard Kipling,
3. Seite (No. 21-30), z.B. Margaret Mitchell.

Viel Spaß beim Lesen!

Donnerstag, 30. Juli 2009

Aus der Schlussredaktion des SZ-Magazins

Endlich auch mal ein Interview mit Schlussredakteurinnen! Wie wunderbar!

Bevor morgen das neue SZ-Magazin rauskommt, hier noch schnell der Link zum letzten Heft (Süddeutsche Zeitung Magazin Nr. 30/2009)

Am meisten habe ich mich über den Artikel gefreut, der - endlich mal :-) - den Alltag und das Sein von uns Schlussredakteuren beschreibt, mit allem Herangehen und Fühlen, den Freuden und auch Seufzern: "Nach uns die Sintflut" von Max Fellmann und Jan Heidtmann, ein Interview mit den Schlussredakteurinnen des SZ-Magazins Marianne Kössler und Dr. Daniela Ptok.

Übrigens ist das ganze Magazin - "Das Deutsch-Heft" - einfach super!

Glyptothek Muenchen Starke Frauen
Foto: (c) Marion Y. Engmann

Mittwoch, 29. Juli 2009

"Was macht eigentlich eine Lektorin?" Die Kinderbuch-Lektorin Cordula Keese im Interview

Mal wieder ein schöner Text zum Thema.

Christina Kolb von Echo Online interviewt fürs Kinder-Echo die Kinderbuch-Lektorin Cordula Keese in der interessanten Rubrik "Was macht eigentlich ...":

"Was macht eigentlich eine Lektorin?"

Was macht eine Lektorin in Muenchen
Foto: (c) Marion Y. Engmann

Donnerstag, 2. Juli 2009

"Trends im Web 2.0 - Chancen und Risiken ..." - Symposium der FH Kiel

Das war richtig gut: Ein "Szene-Treff" mit Ausblick. :-)

Das Symposium "Trends im Web 2.0 - Chancen und Risiken für die Unternehmensentwicklung" der FH Kiel und DiWiSH wollte neben Anregung und Wissensvermittlung auch den anwesenden "Wissensträgern" Kontakt- und Vernetzungsmöglichkeiten bieten, so Frau Prof. Weßels zu Beginn. Das ist mit dieser lebendigen Veranstaltung rundum gelungen.

Nach den Keynotes - vom neuen Kieler Oberbürgermeister Torsten Albig eingebracht - gab es Vorträge von Studenten zum Thema, allesamt hochinteressant. Sie gaben die Anreize für das Vertiefen der Inhalte, das danach in Kleingruppen möglich war, an den vorbereiteten Info-Stehtischen im hinteren Teil des Vortragsraums. Die Referenten waren auch hier Studenten und Studentinnen. Hier ließ sich alles wunderbar bereden und weiterverfolgen, bei bestem Catering übrigens und schönstem Ausblick. ;-)

Web-2-0-FH-Kiel1

Tim-Berners-Lee-Web-3-0-Web-2-0-FH-Kiel
Fotos: (c) Marion Y. Engmann
(hier gibt es noch mehr Fotos, kleine flickr-Diashow, 86 Fotos)

Ein weiterer spannender Vortrag folgte, mit dem vorausschauenden Blick auf ein Web 3.0, wie es der "Internet-Gründer" Tim Berners-Lee schon beschreibt. In einer sehr lebendigen "Podiumsdikussion im Stehen" kamen abschließend Web-2.0-Profis zu Wort, darunter auch Nicole Simon aus Lübeck, die Autorin des Buchs "Twitter - Mit 140 Zeichen zum Web 2.0".

Gerne wieder!

Apropos Vernetzung: Den Kieler Webmontag gibt es an jedem 3. Montag im Monat. Der nächste ist am 20. Juli. :-)

Sonntag, 28. Juni 2009

Das war eine tolle Kieler Woche, danke!

Zum Beispiel ... Am Donnerstag Maybebob auf der Rathausbühne: grandios! (Wieso kannte ich die eigentlich noch gar nicht? allein das Multikulti-Weihnachtslied: "... backe Kekse braun ..."!!!) Am Rwanda-Stand auf dem internationalen Markt, gab's Krokodil mit Maniokwurzel zu probieren ...

Freitag Jan-Josef Liefers in der Freilichtbühne Krusenkoppel: sehr netter Mensch, der super Schauspieler, hier jetzt plötzlich als Musiker auf der Bühne (interessant!, klasse!) - mit viel Humor :-) Denn den braucht man bei dem Programm (mit O-Ton-Einsprengseln der DDR-Politgrößen vom Band, bei denen einem das Lachen im Hals stecken bleibt vor Schreck), mit den Hits von damals (die mich auch ziemlich erschreckten ;) Schön war, mit wie viel Gefühl er die Begebenheiten aus seiner Kindheit und Jugend zum Besten gab. Kann mir gar keinen besseren Geschichtsabend zu der Zeit vorstellen, ehrlich gesagt. Geniale Idee, das so zu machen.

Heute Heinz-Rudolf Kunze, irgendwie Urgestein (man verbindet ja sooo viele Erinnerungen mit seinen Liedern), der Kiel glaube ich mag, er ist schön oft hier. :-) Ein klasse Konzert, ein Highlight zum Abschiedsabend - bis kurz vor dem Feuerwerk.

Und in Ruhe lesen konnte man heute Abend sogar auch ...

Leser-am-Anleger-Bellevue-zur-Kieler-Woche1
Heinz-Rudolf-Kunze-Kieler-Woche-091
Riesenrad
Schiff-Kieler-Woche
Feuerwerk-Kieler-Woche
(c) Marion Y. Engmann

Mehr Fotos (flickr-Diashow) von gestern Abend gibt's hier "Kieler Woche 2009"

Montag, 16. Februar 2009

Mal wieder interessanter Web Montag in Kiel

Unser Web Montag soll bundesweit gesehen zu den regelmäßigsten Treffen gehören, sagte doch neulich mal jemand (wer war das noch?). Ja, seit Oktober 2006 trifft sich in Kiel tatsächlich jeden Monat ein - im Übrigen stetig wachsender - Kreis von Web-2.0-Interessierten.

Die Location - logisch - wächst mit. Seit Langem treffen wir uns im KITZ.

Ein paar Impressionen von den Vorträgen am heutigen Abend, wir waren rund 30 Teilnehmer.

090216-1Web-Montag-Kiel-MYE
090216-2Web-Montag-Kiel-MYE090216-3Web-Montag-Kiel-MYE090216-4Web-Montag-Kiel-MYE

Fotos: (c) Marion Y. Engmann

Montag, 22. Dezember 2008

Bidla Buh in Kiel - und der Weihnachtsfilm (mit Hühnern)

Gestern gab's Musik-Comedy in Kiel, mit Bidla Buh im Kulturforum: Die 3 Musiker sind so fantasievoll und urkomisch, hochmusikalisch und immer überraschend, ein Genuss!

Bidla-Buh-Weihnachts-Special
"Bidla Buh" am 21.12. in Kiel. Foto: (c) Marion Y. Engmann

Und einfach wunderbar ist der Kurzfilm direkt aus dem Hühnerstall, mit allen weihnachtlichen Details, sogar mit Lied, natürlich "Stille Nacht ...".

Viel Spaß mit den besinnlichen Gaga-Weihnachten - und unbedingt den Ton einschalten!

Na dann - Frohes Fest!

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Was Lektorat ist ... (5)

... kann man leider nur selten mit einer Belobigung belegen.

Das Problem mit dem Lektorenlob liegt m.E. darin begründet, dass ein gutes Lektorat eben das ist, das man (selbst oft der Autor, die Autorin, oder auch der Übersetzer als Autor des deutschen Textes) nicht bemerkt, weil doch alles einfach "stimmt". :-(

Die Mühe des detailgenauen Abgleichens macht sich ja kaum jemand. Das schöne Ergebnis wird betrachtet: "Passt!" - und gut.

Der Lektor ist ja immer der "Unsichtbare", die Arbeit einer Lektorin die hoch geschätzte, aber nicht rausposaunte Mitarbeit, wie z.B. dieser taz-Artikel zeigt, den ich gerade gefunden habe:

"Hinter der Arbeit am Text verschwinden" - Ein Porträt der Lektorin Ulrike Schieder, die für den Rowohlt Verlag neben anderen Jonathan Franzen, Martin Walser und Daniel Kehlmann betreut.

Dieses unauffällige Arbeiten, also dass die Arbeit gelungen ist, wenn sie nicht auffällt, dieses Aufgehen im Text anderer, das Lektoren können müssen, diese unbedingte Uneigennützigkeit, was den Text angeht, das eigene Verschwinden ... Das ist offenbar schwer zu loben. Ist ja auch paradox.

Dankbarkeit ist immer da auf Autorseite.

Und Bewunderung und Staunen für ein gelungenes Lektorat. Wie ich als Lektorin das Schreiben bewundere und bestaune.

Loben geht eigentlich gar nicht. Das setzt ja Drüberstehen voraus. Und das Tolle am Lektorieren ist ja, dass da keiner drübersteht, man steht sich auf Augenhöhe gegenüber und arbeitet zusammen am Text, um des gelungenen Textes willen.

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